Praxis für Manuelle Medizin
und Osteopathie

Matthias Löcher – Berlin-Pankow

Sensomotorische Aktiveinlagen

Unterschiedliche Auffassungen der Einlagenversorgung werden unter Fachleuten seit

Jahren kontrovers diskutiert. Die traditionelle Einlagenversorgung geht von einer Fußfehlform aus und will abgeflachte Fußgewölbe und Fehlstellungen mit festen, stützenden und bettenden Einlagen korrigieren.

Die Biomechanik versucht, sich von dieser statischen Betrachtungsweise zu lösen und die

Dynamik der Bewegungsabläufe zu berücksichtigen.

Neue Untersuchungen haben gezeigt, dass konventionelle Einlagen oft nur wenig

Einfluss auf die Bewegungsabläufe beim Gehen oder Stehen haben.

Häufig werden die Fußmuskeln durch eine traditionelle Einlagenversorgung immer noch prinzipiell entlastet, was längerfristig kontraproduktiv wirken kann, da die Muskeln nicht trainiert, sondern langsam zurückgebildet werden.

Eine prinzipiell andere Denkweise verfolgt die Anwendung von propriorezeptiven Einlagen.

Sie geht davon aus, dass exzessive Bewegungen von einer mangelhaften muskulären Kontrolle ausgehen (mangelnde Innervation, muskuläre Dysbalance, Koordinationsstörung).

Wenn nun die Muskulatur durch das Setzen von bestimmten sensomotorischen Reizen spezifisch stimuliert wird, kann sie auf die auftretenden Belastungen besser reagieren und die Bewegungen in einem physiologischen Ausmaß halten. Dies bedeutet, dass durch richtig eingesetzte Muskulatur exzessive Bewegungen vermieden werden können. Dadurch entstehen günstigere äußere Hebelverhältnisse mit kleineren externen und internen Drehmomenten, die mit geringerer Muskelkraft kontrolliert und ausgeglichen werden können.

Das Konzept der Sensomotorischen Einlagen beinhaltet eine aktive Bewegungskontrolle auf der Basis einer verbesserten Koordination der Muskelsteuerung.

 

Sensomotorische Einlagen

• aktivieren die sensomotorische Regulation

• kräftigen die Fußmuskulatur

• tragen zur Aufrichtung der Wirbelsäule bei

• massieren die Füße

• verbessern Körpergefühl und Koordination

• führen zu einer verstärkten Durchblutung

• gleichen Muskeldysbalancen aus

 

 

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